Dawanda

dawanda

Weg von der Massenproduktion – hin zum Selbstgemachten. 

Sucht man im Internet nach individuellen Kleinigkeiten, kreativen Geschenken zu bestimmten Anlässen oder besonderen Schmuckstücken, stolpert man früher oder später über Etsy und DaWanda. Beide folgen dem gleichen Prinzip: Wie auf einem Online-Flohmarkt (Vgl. Franken, S.253)(1) kann hier jeder seinen eigenen Stand eröffnen und selbstgemachte Produkte zum Verkauf anbieten. Das amerikanische Unternehmen Etsy startete schon 2005, ein Jahr später gründeten Claudia Pütz und Michael Helming den europäischen Ableger DaWanda mit Sitz in Berlin.(2)

Der Name DaWanda kommt laut Pütz aus dem Afrikanischen und bedeutet „Die Einzigartige“. Und einzigartig sind die Produkte auf DaWanda tatsächlich. Die meisten Verkäufer_innen bieten nur wenige, dafür aber qualitativ hochwertige Unikate an. Von Ledertaschen, selbstgegossenen Kerzen bis zu den typischen Stricksocken von Oma ist alles dabei. In den verschiedenen Kategorien (z.B. Mode, Accessoires, Wohnen, Material, Baby, etc.) findet eigentlich jeder seine Nische. Das Schöne: Die meisten Verkäufer_innen sind selbst Käufer_innen und andersrum.(3) Es gibt nicht einen übergeordneten Anbieter, sondern alle stehen auf einer Ebene und befinden sich im permanenten Austausch miteinander. Shops, bei denen man eingekauft hat kann man, ähnlich wie bei Ebay, bewerten und kommentieren. Genauso können die Verkäufer_innen aber auch ihre Kund_innen bewerten. DaWanda setzt hier stark auf den Austausch der Community. Entdeckt man einen neuen Shop oder ein besonderes Produkt, hat man verschiedene Möglichkeiten es mit anderen zu teilen. Mit einem Klick schickt man es per Mail an Freunde, teilt es auf Facebook, Google+ oder Pinterest oder verlinkt es in seinem Blog. (Als Beispiel hier: selbstgebaute Vogelhäuschen in Frühlingsfarben.)

DaWanda ist nicht selbst Händler, sondern nur Anbieter des Marktplatzes (ähnlich wie 9flats und airbnb). Das Unternehmen finanziert sich über eine Provision von 5% und eine Einstellgebühr zwischen 10 und 30 Cent für jedes Produkt.(4)

Wer noch mehr über die Enstehungsgeschichte von DaWanda wissen möchte, kann sich ja mal dieses Video vom unternehmenseigenen Youtubekanal ansehen:

(5)

 

Quellen:

(1) Franken, Markus und Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.) (2013): Teilen, Tauschen, Schenken: Eine neue Kultur des Konsums. In: Bericht aus der Zukunft: Wie der grüne Wandel funktioniert, 249-258. München: oekom.

(2) Christine Imlinger (17.12.2011): Dawanda: Die Renaissance des Bastelns. In: Die Presse. http://diepresse.com/home/leben/mode/717554/Dawanda_Die-Renaissance-des-Bastelns (zuletzt aufgerufen am 21.04.2014)

(3) Good School (18.08.2012): Update Digital 2012: Trends & Innovationen: Blitzkonferenz. http://www.good-school.de/blog/2012/08/18/update-digital-2012-trends-innovationen-blitzkonferenz (zuletzt aufgerufen am 21.04.2014)

(4) Inga Michler (18.11.2011): Handgefertigt, selbstgemacht, bunt bemalt – und bloß keine Großserien http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article13611220/Handgefertigt-selbstgemacht-bunt-bemalt-und-bloss-keine-Grossserien.html (zuletzt aufgerufen am 21.04.2014)

(5) Hinter den Kulissen von Dawanda, dem Online-Marktplatz für Einzigartiges. (09.02.2010) https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=uqoF9d9Raq4 (zuletzt aufgerufen am 21.04.2014)

Ein Gedanke zu “Dawanda

  1. zarenbraut schreibt:

    Eine wirklich gelungene Präsentation des Unternehmens. Der Post behält den Blick aufs wesentliche. Mir gefallen ebenfalls die Verweise/ Vergleiche zu Etsy oder auch 9flats.

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